wp7aca9db7.png
wp5caaf1cf_0f.jpg

Suhler ESC Wichtel

wp0abee7ac.png

Wir starten in unsere 5. Saison!

Saison 05/06 - 10/11

wpf698a50c.png
wpc85ec1a0.png
wpc85ec1a0.png
wpc85ec1a0.png
wp8b652af5.gif
wp8b652af5.gif
wpc3854204.png

Von Andrea Schartner

Vom Fußballfieber lassen sie sich zwar gerne treiben, eigentlich lieben es Jürgen und Sebastian Haas aber einige Grad kühler. Seit Jahren sind sie Fans der Dresdner Eislöwen. Die Fahne des eigens gegründeten Fanclubs soll auch das Suhler Stadtwappen zieren. Nun hoffen die beiden Eishockeyliebhaber auf eine Genehmigung des Stadtrates.

Wenn der Wichtel Schlittschuhe anzieht

Sebastian Haas und sein Vater Jürgen haben einen Eishockeyfanclub in Suhl gegründet und fiebern mit den Dresdner Löwen

SUHL - Am Anfang stand der Zufall, oder besser gesagt die Verwandten. Denn die wohnt im Elbsandsteingebirge, was bekanntlich nicht weit von Dresden entfernt liegt.

Nach einigen Besuchen im Eishockeystadion haben Jürgen und Sebastian Haas vom Suhler Döllberg die Dresdner Eislöwen dann in ihr Herz geschlossen. Der Stimmung im Stadion wegen, die, so der 15-Jährige Sebastian, „einfach unglaublich ist“. Und wegen einer Sportart, die „wahnsinnig schnell ist, interessant und gute Laune macht.

Gemeinsam mit Bekannten und Sebastians Schulkameraden aus dem Fiedler-Gymnasium haben Vater und Sohnemann vergangenen Mai dann den Fanclub „Suhler ESC Wichtel“ gegründet - erst mal nicht als eingetragenen Verein. Einigermaßen regelmäßig, „wenn Zeit und Geld es erlauben“, machen sich die Eishockeyschlachtenbummler auf den Weg gen Dresden. Auf den Stammplatz direkt über dem Gästeeingang - „wo wir natürlich den optimalen Blick über das Spiel haben, viel besser als der Schiedsrichter“, wie die beiden augenzwinkernd bemerken - möchten sie in Zukunft auch die eigene Fahne schwingen. Den Suhler Wichtel haben Jürgen Haas und Sohnemann dafür schon per Computer umgerüstet. Als Eishockeyfan hält er einen Schläger in den dicken, bunten Fäustlingen. Mittig soll er sich auf der Fahne postieren, - so zeigts der Entwurf, den Jürgen Haas erstmal auf Papier gebannt hat. Rechts unten prangt in Blau-weiß der Dresdner Löwenkopf. Und links? „Das ist noch nicht genehmigt“, bedauert Jürgen Haas. Die linke untere ecke hätten die Eishockeyfans nämlich gerne für das Suhler Stadtwappen reserviert. Bei der Stadtratssitzung ist das Thema „Wappen für die Suhler ESC Wichtel“ in den Hauptausschuss vertagt worden.

 

Storys auf dem Eis

 

Die Fanclubmitglieder hoffen nun auf eine Entscheidung zu ihren Gunsten. Schindluder schließlich wolle man mit dem Wappen nicht treiben, lediglich im Stadion zeigen, das da welche aus Suhl kommen.

Geschichten über das Eishockeyspielen haben Vater und Sohn haben Vater und Sohn inzwischen genug auf Lager, um damit wahrscheinlich einen ganzen Abend zu füllen. Zum Beispiel von der Party der Eislöwen nach dem Aufstiegsspiel in die 2. Liga. Und von der unbeschreiblich aufrgenden und glitzernden Atmosphäre im Stadion, in dem rund 3000 Schlachtenbummler ihren Teams zujubelten. „Danach haben die Teams das Eis gestürmt, eine Wahnsinnsstimmung“, schwärmt Sebastian noch im Nachhinein.

Positiv finden er und sein Vater auch, wie kollegial die Fans der verschiedenen Teams miteinander umgehen. Wesentlich friedlicher als beim Fußball, jener Sportart, die Sebastian und sein Vater aktiv betreiben.

Rießen Polizeiaufgebot, wie man es vom Volkssport Nummer eins kenne, sei beim Eishockey nicht nötig. „Während des Spiels feuert natürlich jeder das eigene Team an, davor und danach geht man aber respektvoll miteinander um“, erzählt Jürgen Haas.

Die geringe Popularität der Sportart in Suhl und Umgebung bedauert er. „Ilmenau hat eine Studentenmannschaft, Erfurt spielt in der Regionalliga, viel gibt’s ansonsten in der Umgebung nicht zu sehen, das ist schade.“ Langfristig überlegen die Suhler ESC Wichtel, neben Dresden ab und an nach Kassel zu fahren. Dort gibt’s auch Eishockey, die Anfahrt per Pkw ist gut zu bewältigen. Ganz aus Spass selbst einmal aktiv zu werden, schließen sie ebenfalls nicht aus. „In Dresden wird immer mal wieder ein Turnier für Fanclubs ausgerichtet, da würden wir uns schon mal selbst ausprobieren wollen.“

Der fünfzehnjährige Sebastian hingegen träumt auch schon manchmal von größeren Dingen. Wohl wissend das der Geldbeutel dafür derzeit zu klein ist: „Einmal bei der WM dabei sein, beim nächsten Mal in Moskau zum Beispiel, und die kanadische Mannschaft beim Spiel zu ereben, das wärs doch.“

wp8cce425c_0f.jpg